Konzept Photografik

In meiner Arbeit suche ich nach dem Experiment – nach Methoden um neue visuelle Ausdrucksformen zu ergründen. Die Photografik beschreibt dabei einen malerisch-grafischen Zugang zu analogen fotografischen Techniken in der Dunkelkammer. Im Rahmen des Arbeitsprozesses an experimetellen Fotoarbeiten entwickelte sich eine eigenständige abstrakte Formensprache.

Die Komposition der Photogramme baut auf unterschiedlichen Materialien wie Stoff, Glas, Papier und Alltagsgegenständen auf und wird anfangs vorgegeben. Mittels flexibler Lichtquellen wird direkt auf Silbergelatinepapier oder Filmmaterial belichtet. Das endgültige Resultat wird jedoch erst in der Entwicklung sichtbar.

Bei der photochemischen Malerei (Chemogramme) wird vorbelichtetes Fotopapier oder Filmmaterial in mehreren Phasen, mit unterschiedlichen Maltechniken durch Fotochemie partiell ausentwickelt und fixiert.

Diese Form der generativen Bilderzeugung erschließt die bildgebenden Potenziale der Fotografie, ohne dabei ihre abbildenden Qualitäten in Anspruch zu nehmen. Das Experiment steht im Zentrum. Die Arbeit ist nicht an ein festes Konzept oder eine bestimmte Stilistik gebunden. Vielmehr geht es um ein Ausloten einer Methodik, um neu interpretierbare grafische Bilderwelten zu schaffen.

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